Brix Immobilien

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Widerrufsrecht kann durch Maklerklausel ausgeschlossen sein!

Autor: Mark Dieterle am 29.06.2017

Unabhängig davon, wie ein Maklervertrag geschlossen wurde - ob per Mail, in Geschäftsräumen oder bei einer Wohnungsbesichtigung - wird ein eventuell bestehendes Widerrufsrecht durch eine im notariellen Kaufvertrag anerkannte Provisionsschuld ausgeschlossen. Eine solche Maklerklausel stellt ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis dar, mit der Folge, dass der Käufer mit Einwänden rechtlicher und tatsächlicher Natur ausgeschlossen ist. Es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung einer Maklercourtage, wenn der Käufer vor Vertragsschluss Wellen im Laminat erkennt, nicht nach der Ursache fragt und deshalb nicht von einem früheren Wasserschaden erfährt. Die vermisste Aufklärung führt allenfalls zu einer leichtfertigen Verletzung der Treuepflicht des Maklers, die den Maklerlohn nicht ausschließt. (LG Limburg, Urteil vom 05.08.2016, AZ: 3 S 29/16)

Quelle: IVD Mitte